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Sitzplan Hochzeit: Alles was du wissen musst inkl. Checkliste

Sitzplan Hochzeit: Alles was du wissen musst inkl. Checkliste

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Plant man seine Hochzeit, kommt wohl oder übel der Moment, in dem man sich um die Sitzordnung kümmern muss. Vielen zukünftigen Brautpaaren bereitet schon nur der Gedanke daran schlaflose Nächte.

Im Folgenden wirst du erkennen, dass dies völlig unbegründet ist und du erfährst alles, was du zum Sitzplan zur Hochzeit wissen musst, damit nichts schiefgeht.

Denn um einen guten Sitzplan erstellen zu können, muss man einiges beachten. So sollten sich alle Hochzeitsgäste gut amüsieren und sich mit ihren Sitzpartnern verstehen. Und ihr wollt doch euch und euren Gästen sicherlich die unangenehme Situation ersparen, zwei Ex-Partner nebeneinander zu setzen.

Die konkrete Sitzplanung hängt selbstverständlich auch immer davon ab, welche Bestuhlungsmöglichkeiten es gibt und wie die Räumlichkeiten aufgebaut sind. Hier erhältst du zwar wertvolle Tipps zum Sitzplan auf deiner Hochzeit, allerdings solltest du auch vor Ort nachfragen und dich beraten lassen, was in Bezug auf die Sitzplanung alles möglich ist.

Denn das Personal vor Ort hat am meisten Erfahrung damit, was in den jeweiligen Räumlichkeiten möglich ist und was nicht.

Sitzplan Hochzeit: Ist er überhaupt nötig?

Schöne elegante stilvolle Hochzeitsgasttischliste an Bord

Vielleicht stellt ihr euch die Frage, ob es überhaupt unbedingt notwendig ist, eine Sitzordnung für eure Hochzeit zu erstellen. Die Gäste können doch ganz einfach selbst entscheiden, wo sie sitzen möchten – oder etwa nicht? Viele Brautpaare begehen diesen Fehler, und bereuen ihn dann an ihrem großen Tag.

Falls ihr eine romantische Hochzeit im engsten Kreis feiert, dann könnt ihr in der Regel auf die Erstellung eines Sitzplans zur Hochzeit verzichten. Kommen aber über 30 Hochzeitsgäste, dann solltet ihr unbedingt eine Sitzordnung erstellen.

Denn der eine Vorteil von einer Sitzordnung ist, dass sich dadurch eure Gäste nicht willkürlich zusammensetzen und ihr dadurch Personen mit dem gleichen Interesse zusammenbringen könnt. Denn gibt es keinen Sitzplan, verteilen sich diejenigen Gäste, welche die anderen Anwesenden nicht kennen, einfach irgendwie auf die Tische, sodass am Ende Personen nebeneinander sitzen, welche überhaupt nichts miteinander anfangen können.

Mit eurem Sitzplan könnt ihr ein bisschen Schwung in die Angelegenheit bringen und eure Gäste neue Bekanntschaften schließen lassen.

Ein weiterer Vorteil eines Sitzplanes ist, dass dadurch beim Eintreffen in eure Hochzeitslocation Chaos vermieden wird. Denn verteilen sich alle Gäste einfach willkürlich auf den Tischen, kann es passieren, dass beispielsweise Familien mit kleinen Kindern auseinandergerissen werden.

Eine vierköpfige Familie mit zwei Kindern würde beispielsweise an einem Tisch nur noch drei Plätze und an einem anderen nur noch einen Platz bekommen – nun geht das Diskutieren los, welche der anderen Gäste die Plätze tauschen sollen, damit jeder mit seinen Liebsten zusammensitzen kann.

Sitzplan Hochzeit: Wann sollte er erstellt werden?

Original Vintage weiße Tafel mit rosa Dekoration und Bändern und einer Gästeliste

Beim Sitzplan für eure Hochzeit gilt genau das Gegenteil zu dem, was sonst bei der Planung gilt: ihr solltet ihn erst so spät wie möglich erstellen – je später, desto besser.

Selbstverständlich kannst und solltest du dir schon länger im Vorfeld Gedanken über die Sitzplanung machen und sie dir notieren. Dazu erstellst du am besten eine vorläufige Gästeliste, in der du eure Gäste in verschiedene Kategorien unterteilst.

Am besten eignen sich hierfür Familien, Freundeskreise, Arbeitskollegen, ältere und jüngere Gäste und vielleicht auch “verrücktere” Gäste, bei denen man aufpassen muss, zu wem man sie an den Tisch setzt.

Einen wirklichen Sitzplan erstellen solltet ihr allerdings erst frühestens einen Monat vor eurer Hochzeit. Denn davor müsst ihr immer noch mit Absagen rechnen. So wird eure Gästeliste erst wenige Wochen vor eurer Hochzeit fertig sein – selbstverständlich können sich immer noch Last minute Änderungen aufgrund von beispielsweise Erkrankungen ergeben.

Außerdem kann es durchaus vorkommen, dass sich einige Paare, welche ihr eingeladen habt, trennen. Diese sollten dann selbstverständlich auf keinen Fall nebeneinander sitzen, weshalb ihr euren Sitzplan wieder umwerfen müsst.

Du siehst also: setzt euch lieber relativ spät an die Planung der Sitzordnung – unterschätzt aber auch auf keinen Fall die Zeit, die ihr dafür benötigen werdet. Denn ihr müsst auch noch genügend Zeit haben, um euren Sitzplan drucken zu lassen.

Grundsätzlich gilt: bis zum Tag eurer Hochzeit kann noch etwas dazwischenkommen. Damit solltet ihr rechnen und einen Plan B haben, damit ihr im Fall der Fälle nicht in Stress geratet und alles nochmal umwerft.

Sitzplan Hochzeit: Wer sitzt beim Brautpaar am Tisch?

Hochzeitsempfangshalle

In der Regel sitzen nahe Verwandte wie Eltern und Großeltern sowie die Trauzeugen möglichst nahe beim Brautpaar, während die anderen Gäste, wie Freunde und entferntere Verwandte, weiter weg sitzen.

Laut einer alten Tradition sitzt die Braut auf der rechten Seite vom Bräutigam. Außerdem mit am Brauttisch sitzen rechts neben der Braut der Vater des Bräutigams und neben ihm die Mutter des Bräutigams. Links neben dem Bräutigam sitzt die Brautmutter und neben dieser der Vater der Braut.

Mann und Frau wechseln sich am Brauttisch also stets ab. Genauso wenn noch weitere Verwandte mit an diesem Tisch sitzen – ordnet die Sitze so zu, dass Damen und Herren immer abwechselnd nebeneinander sitzen.

Ist der Brauttisch rund und relativ klein, dann sitzen die beiden Trauzeugen zwischen dem Vater der Braut und der Mutter des Bräutigams. Die anderen nahen Verwandten, wie die Großeltern und Geschwister, platziert ihr dann am besten am Familientisch.

Sind bei euch die Familienverhältnisse ein wenig komplizierter, beispielsweise weil eure Eltern geschieden sind oder enge Familienangehörige sich absolut nicht miteinander verstehen, dann solltet ihr nicht auf diese traditionelle Sitzordnung bestehen.

Denn sicherlich möchtet ihr, dass an eurem Tisch ein harmonisches Beisammensein möglich ist und dieses nicht durch eine schlechte Stimmung gestört wird.

Notfalls könnt ihr auch eure Eltern am Familientisch Platz nehmen lassen und nur gemeinsam mit euren Trauzeugen am Brauttisch sitzen. Auch ist es möglich, dass ihr als Brautpaar nur zu zweit an einem eigenen Tisch, auch “Sweetheart-Table” genannt, sitzt. Dadurch könnt ihr Diskussionen vermeiden, da dann niemand mit euch am Tisch sitzen darf.

Legt ihr allerdings keinen Wert auf Traditionen, dann könnt ihr am Brauttisch platzieren, wen ihr möchtet. Auch die Tradition, dass Mann und Frau immer abwechselnd sitzen sollten, könnt ihr dann selbstverständlich ignorieren.

Sitzt ihr an eurem großen Tag beispielsweise lieber mit euren Freunden am Tisch, dann platziert eure Großeltern und Geschwister einfach an einem Tisch in eurer Nähe.

Ihr solltet darauf achten, dass euer Brauttisch so platziert ist, dass ihr beide gute Sicht auf die Tanzfläche und die Bühne habt. Denn ihr solltet selbstverständlich mögliche Vorführungen am besten sehen.

Falls dies aufgrund der Aufteilung des Raumes nicht möglich ist, dann solltet ihr euch um einen kleinen Tisch mit zwei Stühlen kümmern, auf denen ihr Platz nehmen könnt, wenn auf der Bühne oder Tanzfläche etwas Besonderes geboten ist.

Sitzplan Hochzeit: Wie sollten die Tische aufgestellt werden?

Dunkle Holzstühle stehen an prächtigen weißen Esstischen

Selbstverständlich spielt bei der Anordnung der Tische meist der Raum eurer Hochzeitslocation eine große Rolle, denn nicht überall ist alles möglich. Besorgt euch darum unbedingt rechtzeitig einen Lage- und Tischplan von eurer Hochzeitslocation.

Sprecht auch mit den Zuständigen für die Räumlichkeiten darüber, welche Möglichkeiten ihr bezüglich der Anordnung der Tische habt. So könnt ihr, falls es der Platz zulässt, zwischen verschiedenen Tischformen auswählen, von denen jede ihre Vor- und Nachteile hat.

Frei stehende Tische

Falls genügend Platz zur Verfügung steht und die Hochzeit ein wenig größer ist, dann wählen fast alle Brautpaare frei stehende Tische. Ihr könnt sie einfach willkürlich im Raum platzieren oder euch eine bestimmte Anordnung der Tische überlegen – ganz wie es euch besser gefällt.

Bei frei stehenden Tischen sitzen die Gäste schön im Raum verteilt und nicht eng aneinander, was zu einer entspannteren Atmosphäre beiträgt. Zwar sind bei frei stehenden Tischen die einzelnen Gruppen abgetrennter, aber sie können natürlich dennoch zusammen mit den anderen feiern und im Laufe des Abends auch zwischen verschiedenen Tischen wechseln.

Auch in Bezug auf die Tischform solltet ihr euch Gedanken machen. Falls ihr die Wahl habt, solltet ihr entweder quadratische oder runde Tische wählen. Rechteckige Tische solltet ihr falls möglich vermeiden, da die beiden kurzen Enden der Tische in der Regel eher unbeliebte Sitzplätze sind.

Auch solltet ihr darauf achten, die Tische so zu stellen, dass eure Gäste möglichst nicht direkt mit dem Rücken zur Bühne sitzen. Vor allem bei eckigen Tischen ist dies leicht zu realisieren, da ihr sie einfach ein wenig schräg zur Bühne aufstellen könnt.

Klassische Tafel

Tische für eine Eventparty oder einen Hochzeitsempfang gedeckt

Die wohl klassischste Anordnung der Tische auf einer Hochzeit ist die Hochzeitstafel, vorzugsweise in E-Form. Diese eignet sich besonders gut für große, sehr festliche Hochzeiten.

Traditionell sitzt das Brautpaar in der Mitte der langen Seite, wodurch es von jedem Platz aus gut zu sehen ist und auch selbst einen guten Überblick hat. Um es herum sitzen die Trauzeugen sowie die engsten Familienangehörigen. Hier zählen nicht die persönlichen Sympathien, sondern die Familienhierarchie – Großeltern sind wichtiger als Onkeln und Tanten, und Geschwister sind wichtiger als Cousins.

Die weitere Familie der Braut sitzt auf der einen äußeren Tischreihe, die Familie des Bräutigams auf der anderen. Die übrigen Gäste, wie die gemeinsamen Freunde, werden auf den mittleren Tisch verteilt.

Falls ihr nicht so groß feiert, dann könnt ihr gegebenenfalls auch den mittleren Tisch weglassen. Habt ihr nicht so viele Freunde eingeladen, oder ist die Verwandtschaft auf einer Seite deutlich kleiner, dann könnt ihr sie auch zusammen auf eine Tischreihe setzen. Diese Anordnung wird üblicherweise U-Form genannt.

Möchtet ihr auf eurer Hochzeit unbedingt die klassische Tafel haben, feiert aber mit relativ wenigen Gästen, dann könnt ihr die Tische auch in einer T-Form anordnen. Ihr baut also nur die lange Tischreihe sowie die mittlere Tafel auf, die beiden Seitentafeln hingegen fallen weg.

Der große Nachteil bei dieser Anordnung der Tische ist es, dass nur sehr wenig Kommunikation unter den Gästen stattfinden kann. So kann man in der Regel nur mit den unmittelbaren Nachbarn sprechen, was ein wenig schade ist. Auch lädt diese Anordnung nicht so sehr dazu ein, herumzugehen und sich für eine Weile zu einem Gespräch an einen anderen Tisch zu setzen, wie es die frei stehenden Tische tun.

Rechteckige Tafel

Eine rechteckige Tafel könnt ihr nur auswählen, wenn ihr eine kleine, gemütliche Hochzeit feiert. Bei dieser Anordnung der Tische sitzen alle Gäste auf der Außenseite, sodass das Innere des Quadrats frei bleibt. Diese Anordnung hat den Vorteil, dass jeder jeden im Blick hat und die Gäste sich näher sind als bei den vorherig beschriebenen Tischanordnungen.

Das Brautpaar sitzt bei der rechteckigen Tafel in der Mitte von einer der vier Seiten. Falls gewünscht, können dennoch die Trauzeugen und die engen Familienangehörigen des Brautpaares neben ihnen angeordnet werden.

Ihr könnt gegebenenfalls bei dieser Tischanordnung an einer Stelle eine kleine Öffnung lassen, sodass man in das Innere des Quadrats gelangen kann. Denn dieses kann für Gastbeiträge genutzt werden. Falls nicht genügend Platz für eine Tanzfläche ist, dann könnt ihr auch das Innere des Quadrats zum Tanzen benutzen – so hat jeder einen hervorragenden Blick auf die Tänzer.

Runde Tafel

Innenraum einer Hochzeitszeltdekoration bereit für Gäste

Eine runde Tafel findet man heutzutage auf fast keiner Hochzeit mehr. Dies kommt größtenteils daher, dass die meisten Hochzeitslocations nicht über einen runden oder ovalen Tisch verfügen, auf dem alle Hochzeitsgäste Platz finden.

Habt ihr nur sehr wenige Gäste auf eure Hochzeit eingeladen, dann könnt ihr gegebenenfalls die runde Tafel verwenden. Da hier alle so vertraut zusammensitzen, fühlen sich die Gäste leicht wie eine große Familie. Am besten macht ihr dies dennoch nur dann, wenn ihr eure Gäste nur zum Essen einladet, und danach nicht noch eine Feier folgt.

Bei der runden Tafel sollte sich das Brautpaar in die Mitte von einer der beiden langen Seiten setzen. Die genaue Anordnung mit Trauzeugen und engen Verwandten ist hier nicht nötig.

Weitere Tische

Bedenkt auch, dass ihr noch weitere Tische brauchen werdet. So macht eventuell ein Kindertisch Sinn. Auch einen Geschenketisch solltet ihr unbedingt berücksichtigen.

Je nachdem, für welches Essen ihr euch entscheidet, muss eventuell auch genügend Platz für Tische, auf denen das Buffet platziert wird, vorhanden sein. Des Weiteren wollt ihr vielleicht eine Candy Bar aufbauen – und nebenbei darf natürlich auch die Tanzfläche nicht zu klein werden und die Gäste sollten auch nicht zu eng aneinander sitzen.

Sitzplan Hochzeit: Wie sollten die Gäste zusammensitzen?

Schöne Blumen auf Tisch am Hochzeitstag

Wenn ihr euch nun daran macht, euren Sitzplan für die Hochzeit zu erstellen, dann werdet ihr euch fragen, welche Gruppen ihr zusammen lassen, und welche ihr lieber trennen solltet.

Grundsätzlich sei gesagt, dass ihr besser auf Experimente verzichten solltet. Zwar hört man manchmal Vorschläge, dass man bei dem Sitzplan für die Hochzeit eng befreundete Gruppen sowie Paare trennen sollte, damit sie gezwungen sind, auch mit anderen Leuten ins Gespräch zu kommen. Dies ist meist aber nicht zu empfehlen.

Denn damit riskiert ihr, dass ihr eure Gäste verärgert und schlechte Stimmung aufkommt. Denn nicht jeder möchte gerne neue Leute kennenlernen, sondern vielmehr euren besonderen Tag im Kreise der Personen verbringen, die er gern hat und gut kennt. Nutzt lieber die Hochzeitsspiele dazu, eure Gäste einander ein wenig näherzubringen.

Es ist meist am einfachsten, wenn ihr bei der Erstellung der Sitzordnung damit beginnt, die Gäste nach Familien und Freundeskreise zu sortieren und auf Tische verteilt.

Am besten ist es selbstverständlich, wenn ihr die Gäste zusammensetzt, die sich kennen und mögen – das ist aber nicht immer möglich. Diejenigen, die übrig bleiben könnt ihr beispielsweise nach Wohnort, Hobbys, Familienstatus, Alter und Interessen einteilen.

Besonders solltet ihr bei eurem Sitzplan darauf achten, welche Personen miteinander zerstritten sind und lieber am jeweils anderen Ende vom Saal sitzen sollten. Denn ihr wollt auf eurer Hochzeit sicherlich keinen lautstarken Streit von einem frisch getrennten Paar miterleben.

Achtet auch darauf, dass ihr Singles nicht alleine zwischen junge Familien setzt – ansonsten werden sie sich vermutlich ziemlich langweilen. Allerdings solltet ihr auch keine offensichtlichen Single-Tische erstellen.

Sorgt einfach für eine gute Mischung und achtet darauf, dass jeder einen guten Gesprächspartner neben sich hat – der Rest wird sich dann ganz von allein ergeben.

Sind einige Kinder auf eurer Hochzeit, dann könnt ihr auch einen Kindertisch aufstellen. Meist freuen sich Kinder ab einem Alter von circa vier Jahren darüber, gemeinsam mit anderen Kindern an einem extra Tisch sitzen zu dürfen. Achtet allerdings darauf, die Eltern an Tischen ganz in der Nähe zu platzieren.

Gibt es sehr viele Kinder bei eurem Fest, dann solltet ihr sie nach ihrem Alter auf verschiedene Kindertische aufteilen. Denn sitzen zwölfjährige Kinder mit kleinen Vierjährigen am Tisch, dann können sie nicht viel miteinander anfangen.

Haben Gäste von euch Babys oder Kleinkinder, die sie auf eure Hochzeit mitbringen, dann solltet ihr sie an Tischen, welche sich in der Nähe des Ausgangs befinden, platzieren. Auf diesem Weg können sie, ohne großes Aufsehen zu erregen, ganz einfach mit dem weinenden Baby aus dem Saal verschwinden oder das Kleinkind ein wenig draußen beschäftigen.

Genauso solltet ihr auf die Bedürfnisse von anderen Gästen achten. Ältere Personen fühlen sich beispielsweise meist von lauter Musik gestört, während es den Jüngeren meist nichts ausmacht. Achtet darum darauf, ältere Personen weiter von den Lautsprechern wegzusetzen.

Sitzplan Hochzeit: Wie wissen die Gäste, wo sie sitzen sollen?

Hochzeits-Sitzplan auf Karten mit einem Strauß weißer Blumen angezeigt

Betreten nun eure Gäste die Hochzeitslocation, sollten sie natürlich schnell und einfach herausfinden können, an welchem Platz sie sitzen sollen.

Dazu könnt ihr im Eingangsbereich auffällig einen großen Sitzplan anbringen. Hängt beispielsweise ein Plakat an eine Staffelei – auf dem Plakat stehen unter jeder Tischnummer oder jedem Tischnamen die Namen der Gäste, welche an dem jeweiligen Tisch sitzen werden. Auf jedem Tisch verteilt ihr dann noch kleine Namenskärtchen, damit jeder schnell erkennen kann, wo am Tisch sein Platz ist.

Alternativ könnt ihr auch jemanden um Hilfe bitten. Diese Person erhält eine Liste mit Namen und Tischnummern und weist dann jeder Person ihren Sitzplatz zu.

Es ist wichtig, dass ihr die Tische nummeriert. Habt ihr nur zwei Tische, dann ist dies selbstverständlich nicht notwendig, alles drüber sollte aber Tischnummern haben. Auf diesem Weg müssen eure Gäste ihren Tisch nicht lange suchen und können sich stattdessen schnell im Raum orientieren.

Alternativ zu den Nummern könnt ihr euch auch kreative Namen ausdenken. Diese können beispielsweise auf etwas, was ihr als Paar zusammen erlebt habt, Bezug nehmen, wie Sehenswürdigkeiten oder Urlaubsländer. Oder aber sie haben etwas mit dem Motto eurer Hochzeit zu tun.

Ihr könnt die Tischnummern als Tischdekoration nutzen, indem ihr sie an den Stil eurer Hochzeitsdeko anpasst. Auch könnt ihr die Tischnummern an die Platzkarten mit den jeweiligen Namen anpassen, damit die ganze Tischdeko stimmig ist.

Sitzplan Hochzeit: Wie gestalte ich ihn selbst?

Sitzplan für die Hochzeitsgäste

Um einen schönen Sitzplan auf eurer Hochzeit zu haben, benötigt ihr keine besonderen Designkenntnisse. Es gibt online viele verschiedene Anbieter, bei denen ihr zwischen vielfältigen Designs auswählen könnt. Der Sitzplan kommt dann ganz einfach fertig gedruckt bei euch zu Hause an.

Falls ihr kreativ seid und gerne bastelt, könnt ihr euch auch für einen DIY-Sitzplan entscheiden. Dann habt ihr unendlich viele Möglichkeiten, wie ihr euren Sitzplan gestalten könnt. Im Folgenden findest du einige Inspirationen:

Können einige eurer Gäste beispielsweise erst sehr kurzfristig Bescheid geben, ob sie kommen können, dann müsst ihr sie aus einem online bestellten Sitzplan rausstreichen oder per Hand dazuschreiben – was nicht schön aussieht. Beschriftet ihr allerdings eine Tafel mit dem Sitzplan, dann könnt ihr ganz einfach die Sitzordnung kurzfristig ändern.

Ein weiteres Beispiel, wie ihr euren Sitzplan ganz einfach selbst gestalten könnt, sind alte Fensterläden. Außerdem benötigt ihr nur kleine Kärtchen, beispielsweise aus Kraftpapier, (am besten je eine Karte pro Tisch) mit den Namen sowie schöne Klammern zum Befestigen.

Auch mithilfe von Paletten und Scheiben von Baumstämmen oder aber einer alten Tür mit Glasscheiben könnt ihr ganz einfach euren Sitzplan selbst gestalten. Das Glas könnt ihr ganz einfach mit einem Fenstermarker beschriften. Euer Sitzplan wird ein ganz besonderer Hingucker sein.

Oder aber ihr zeichnet euren Sitzplan selbst und passt ihn dabei an das Design der übrigen Hochzeitspapeterie an – ganz egal ob Einladungskarten, Sitzplan, Tischkarten, Hochzeitskarten oder Menükarten, die Papeterie sollte stimmig sein.

Weitere kreative Ideen sind Sitzpläne im Boho-Stil oder umfunktionierte Bilderrahmen. Für eine Vintage Hochzeit empfiehlt sich beispielsweise die Verwendung entsprechender Bilderrahmen, um dem Motto der Hochzeit auch beim Sitzplan treu zu bleiben.

Möchtet ihr, dass es eine kleine Herausforderung für eure Gäste ist, ihren Tisch zu finden, dann könnt ihr einen ganz besonderen Sitzplan erstellen. Befestigt dazu die Namen eurer Gäste an den Rändern eines Holzbretts, die Tischnummern kommen in die Mitte.

Dann schlagt ihr Nägel ins Brett und weist mithilfe eines Fadenkreuzes den Gästen ihren jeweiligen Tisch zu.

Sitzplan Hochzeit: Sind Platzkarten wirklich notwendig?

Rosa Rosenblätter leuchten zwischen weißen Kerzen, die auf dem Esstisch stehen

Ob Platzkarten auf eurer Hochzeit wirklich notwendig sind, hängt von eurem eigenen Geschmack und der Größe der Tische ab.

Verteilt ihr eure Gäste auf kleinere Tische mit maximal zehn Personen pro Tisch, dann müsst ihr die Sitzplätze nicht unbedingt festlegen. Falls ihr das wollt, weist ihr euren Gästen auf dem Tischplan also nur die Tische zu, den exakten Platz können sie sich dann selbst aussuchen.

Wählt ihr diese Möglichkeit, dann benötigt ihr keine Platzkarten, könnt aber gerne auf jeden Tisch ein kleines Schild mit den Namen der Gäste, welche auf dem jeweiligen Tisch sitzen sollen, aufstellen.

Habt ihr bei eurer Hochzeitslocation allerdings größere Tische, dann solltet ihr unbedingt genau festlegen, wer an welchem Platz sitzt. Denn mit einer exakten Sitzordnung könnt ihr vermeiden, dass Chaos auftritt. Zusätzlich zu dem Tischplan benötigt ihr dann also auch Tischkarten mit dem jeweiligen Namen des Gastes.

Tischplan Hochzeit: Was ist sonst noch zu beachten?

Aufbau und Dekoration des Hochzeitsempfangstisches im westlichen Stil

Gebt auf keinen Fall im Voraus zu eurer Hochzeit die Sitzordnung bekannt – am besten auch nicht eurer eigenen Familie. Denn ansonsten werdet ihr von allen Seiten mit Extrawünschen bombardiert und werdet den Sitzplan nochmal komplett umarbeiten müssen – wirklich zufrieden werden damit am Ende aber trotzdem nicht alle sein.

Erspart euch diesen Stress und behaltet darum eure Sitzordnung bis zum Eintreffen in die Location geheim. Sollten dort Gäste ihre Unzufriedenheit äußern, dann könnt ihr sie damit beruhigen, dass der Sitzplan ja nur für wenige Stunden zum Nachmittagsprogramm und Essen gilt. Bei der anschließenden Party darf sich jeder dort hinsetzen, wo er gerne möchte.

Ihr solltet euch auch von Anfang an darüber im Klaren sein, dass die Erstellung des Sitzplanes eine der unbeliebtesten Aufgaben in der Hochzeitsplanung ist.

Denn es ist unmöglich, dass ihr es allen recht macht. Aus diesem Grund sollte es euch relativ egal sein – es ist euer großer Tag, darum ist es am wichtigsten, dass ihr es euch selbst recht macht!

Sitzordnung Hochzeit: Checkliste

Erster Hochzeitstanz des Brautpaares (1)

Damit bei eurer Hochzeitsfeier in Bezug auf die Tischordnung wirklich nichts schiefgehen kann, findest du hier noch eine Checkliste über alles, was ihr im Vorfeld machen solltet:

1. Erstelle eine Gästeliste. Unterteile sie am besten bereits nach Kategorien wie Familie, Arbeitskollegen und Freunde.

2. Organisiere einen Tischplan der Hochzeitslocation. Erkundige dich, welche Anordnungen der Tische überhaupt möglich sind und wie viele Personen pro Tisch sitzen können.

3. Überlege, welche Personen am Brauttisch sitzen sollen. Nur die Trauzeugen und Eltern? Oder auch die Großeltern und Geschwister? Oder nur ihr als Brautpaar?

4. Macht ein Kindertisch Sinn? Gibt es genügend Kinder auf der Hochzeit? Organisiere für den Kindertisch kleine Spiele und Malbücher.

5. Ordne die Personen nach Interessen. Familien am besten zusammen lassen, die übrigen Personen können nach Bekanntschaften, Interessen und Alter aufgeteilt werden.

6. Nummeriere die Tische. Verwende dazu entweder klassisch Zahlen oder kreative Namen, welche bestenfalls zum Motto eurer Hochzeit passen.

7. Lasse einen Sitzplan anfertigen oder erstelle ihn selbst. Bringt ihn am Empfangsbereich an, damit sich eure Hochzeitsgäste schnell orientieren können.

8. Erstelle Tischkarten. Zum einen benötigst du Karten für die Tische mit der Tischnummer oder dem Tischnamen. Gegebenenfalls benötigst du außerdem Platzkarten mit dem jeweiligen Namen des Gastes.

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