Skip to Content

Standesamtliche Trauung: Was braucht man zum Heiraten?

Standesamtliche Trauung: Was braucht man zum Heiraten?

Sharing is caring!

Der Ring ist auf dem Finger, eure Gedanken schweben in der Luft, Freudentränen glitzern auf euren fröhlichen Gesichtern.

Mit der Verlobung alleine habt ihr eurer Beziehung einen anderen, größeren Sinn gegeben. Nun heißt es: auf immer und ewig.

Leider kann dieser idyllische Zeitpunkt nicht so lange andauern. Denn jetzt kommt der am wenigsten romantische Punkt eurer Hochzeitsplanung: die Bürokratie.

Keiner möchte sich mit dem Papierkram beschäftigen. Und um ehrlich zu sein, dieser Teil kann wirklich anstrengend sein. Da dieser aber vonnöten ist, haben wir es für euch leicht gemacht.

Wir haben nämlich für euch eine Liste rund um die standesamtliche Hochzeit vorbereitet, sodass ihr schon von Anfang an vorbereitet seid und den Überblick nicht verliert.

Im Artikel werden wir versuchen, einige Antworten auf die Frage “Was braucht man zum Heiraten” zu geben:

1. Wir werden erläutern, ob ihr ein zuständiges Standesamt habt und natürlich ob ihr in einer anderen Stadt bzw. Region standesamtlich heiraten könnt.

2. Wir erklären, warum das Timing die Hauptrolle spielt und warum man so früh wie möglich das Trauungsdatum aussuchen sollte.

3. Hier schön Kuli in die Hand nehmen und aufschreiben, welche Papyrologie wichtig ist!

4. Um euch einen kleinen Überblick zu verschaffen, in welchem Rahmen sich die Kosten bewegen, haben wir die Höhe der Kosten vorbereitet.

5. Macht ihr das Ganze zusammen?

6. Wir beantworten für euch die Frage, ob ihr Trauzeugen braucht oder nicht.

Alle Wege führen zum Standesamt

Braut und Bräutigam unterzeichnen Hochzeit Hochzeitsurkunde bei der Registrierung

Das Wort Trauung leitet sich vom deutschen Wort Vertrauen ab. Alleine der Begriff beschreibt die Schließung einer Ehe im offiziellen Rahmen.

Es gibt drei Hauptarten von Trauungen:

• standesamtliche Trauung

• kirchliche Trauung

freie Trauung

In diesem Artikel befassen wir uns mit der standesamtlichen Trauung. Denn nur sie ist rechtlich verbindlich und deshalb verlangt sie auch mehr Vorbereitung, hauptsächlich mit der Papyrologie.

Was braucht man zum Heiraten? Also euer erster Schritt führt in Richtung Standesamt. Wir bereiten gemeinsam den Weg zu eurem Ja-Wort vor.

Vergesst nicht: Je früher ihr mit der Hochzeitsvorbereitung anfängt, desto weniger Stress habt ihr später.

1. Haben wir ein zuständiges Standesamt?

Auf die Frage, ob für euch ein bestimmtes Standesamt zuständig ist, lautet: Ja. Nur welches?

Welches Standesamt für eure Trauung zuständig ist, hängt vom Wohnsitz des Bräutigams bzw. der Braut ab.

Ihr zwei entscheidet als Brautpaar, wo ihr eure Trauung veranstaltet möchtet.

Ihr habt natürlich auch die Möglichkeit, in einer anderen Stadt oder Region zu heiraten. Falls einer von euch den Wohnort oder die Heimat aus beispielsweise beruflichen Gründen ändern musste, dann könnt ihr die Möglichkeit ausnutzen und “außerhalb” standesamtlich heiraten.

Dabei dürft ihr nicht vergessen, falls ihr euch für eine Trauung “außerhalb” entscheidet, in erster Linie das für euch zuständige Standesamt am aktuellen Wohnort zu kontaktieren.

Kleiner Hinweis: Bei einer standesamtlichen Hochzeit, die nicht am Wohnort stattfindet, werdet ihr eine erweiterte Meldebescheinigung vorbereiten müssen.

2. Wann sollen wir unseren Hochzeitstermin buchen?

Worthochzeit und zwei Herzen auf Kalender mit süßem Rosenstrauß.

Was braucht man zum Heiraten? Na klar, einen Hochzeitstermin! Der Hochzeitstermin ist das A und O bei der standesamtlichen Trauung.

Habt ihr schon einen Wunschtermin ausgewählt? Falls ja, dann gleich das Standesamt besuchen, oder auch anrufen und den Termin buchen.

In Deutschland ist es in der Regel so, dass man den Hochzeitstermin am besten sechs Monate zuvor bucht. Wenn ihr auch schon einen Termin ein Jahr zuvor habt, dann könnt ihr auch früher buchen.

Ist es eine Schnapszahl (z.B. 10.10.; 02.02.; 08.08.) oder ein besonderer Anlass (z.B. Neujahr 31.12.; Valentinstag 14.02.; usw.), spielt das Timing eine wichtige Rolle. Je früher ihr anruft, um zu buchen, desto besser.

Ihr solltet euch nicht davon überraschen lassen, dass vielleicht euer Wunschtermin bereits ausgebucht ist. Deswegen ist es eine gute Idee, gleich eine Alternative zu finden, sodass ihr zwei Optionen habt.

Falls ihr bereits alle Unterlagen zusammen habt, wäre es unter Umständen auch möglich, heute einen Termin für morgen im Standesamt zu buchen.

3. Was brauchen wir denn zum Heiraten?

Bis 1998 war es Pflicht, die Bekanntgabe einer Eheschließung kundzutun, das war das sogenannte Aufgebot. Dabei mussten die Brautpaare pro Person den Personalausweis, die Aufenthaltsbescheinigung, beglaubigte Abschrift des Familienbuches, individuelle Papiere (z.B. Adoptionsurkunde) vorbereiten.

Sinn und Zweck des Aufgebotes war, die Bekanntgabe der Ehe. So konnten sich andere Menschen einmischen, oder schöner gesagt: Einwände gegen die geplante Ehe erheben.

Heute ist das nicht mehr der Fall. Denn seit der Reformierung des Ehegesetzes im Jahre 1998 ersetzte man das Aufgebot durch die Anmeldung der Eheschließung.

Für die Anmeldung der Eheschließung braucht ihr zwei folgende Unterlagen:

• Einen gültigen Personalausweis oder Reisepass:
Den erhaltet ihr bei der Personalausweisbehörde eures Hauptwohnsitzes. Achtet bitte darauf, dass der Personalausweis bzw. der Reisepass am Tag der Anmeldung und am Tag der Trauung gültig sein muss.

• Eine Aufenthaltsbescheinigung:
Die Aufenthaltsbescheinigung enthaltet ihr bei der Meldebehörde eures Hauptwohnsitzes (Einwohneramt oder Bürgeramt). Achtet bitte darauf, dass sie aktuell ist. Das hängt vom Standesamt ab, also nicht älter als 5-14 Tage.
Manche Standesämter verlangen nur nach einer Aufenthaltsbescheinigung, wenn ihr nicht am Ort der Trauung gemeldet seid. Das könnt ihr natürlich bei eurem Standesamt nachprüfen.

• Eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtsregister oder Abstammungsurkunde der Eltern beider Partner:
Erst seit dem 01. Januar 2009 benötigt man eine beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister und auch inklusive Hinweisteile (z.B. Namensänderungen, Adoption usw.). Ihr erhaltet diese im Standesamt eures Geburtsortes. Bei manchen Standesämtern wird verlangt, dass die beglaubigte Abschrift zum Zeitpunkt der Anmeldung nicht älter als 6 Monate ist.

Eheringe in den Händen von Braut und Bräutigam.

Unter bestimmten Umständen werdet ihr auch weitere Unterlagen benötigen:

• Falls ihr zwei schon gemeinsame Kinder habt, benötigt ihr pro Kind:

– die Geburtsurkunde oder die beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister des Kindes

– die Urkunde über die Erklärung der gemeinsamen elterlichen Sorge (ggf.)

– Urkunde über die Anerkennung der Vaterschaft (ggf.)

• Falls ein Partner verheiratet war:

– eine aktuelle und beglaubigte Kopie aus dem Eheregister der letzten Ehe. Diese könnt ihr beim Standesamt des Eheschließungsortes erhalten.

– Sterbeurkunde des früheren Ehepartners (ggf.)

– rechtskräftige Scheidungsurteile sämtlicher Vorehen (ggf.)

• Falls einer von euch zwei eine ausländische Staatsangehörigkeit hat:

– die Geburtsurkunde im Original und in der Regel eine Übersetzung ins Deutsche. Fragt dabei im zugehörigen Standesamt nach, ob das eine Übersetzung von einem im Inland vereidigten Urkundenübersetzer sein muss, um unnötige Kosten zu vermeiden.

• Falls einer der Partner nicht von Geburt an die deutsche Staatsangehörigkeit besessen hat:

– eine Einbürgerungsurkunde

• Falls einer von euch nicht volljährig ist:

– Befreiung vom Erfordernis der Ehemündigkeit

• Falls ein Partner ein Spätaussiedler oder Heimatvertriebener ist:

– Registerschein

– Bescheinigung über Namenserklärung

– Einbürgerungsurkunde

– eine Spätaussiedlerbescheinigung oder einen Vertriebenenausweis

Obwohl wir euch diese Liste vorbereitet haben, empfehlen wir euch auch, auf jeden Fall bei eurem zuständigen Standesamt nachzufragen, was für euch vonnöten ist. Ob ihr alle Unterlagen im Original vorbereitet oder ihr auch Kopien mitbringen sollt. Und natürlich, ob alle Unterlagen aktuell sein müssen.

Die Anmeldung der Eheschließung erfolgt nur dann, wenn alle Unterlagen vollständig sind.

Vor eurer standesamtlichen Hochzeit wird die Ehefähigkeit überprüft und ihr bekommt auch die Rückmeldung von dem Standesbeamten.

4. Wie sehen die Kosten aus?

Paar Händchen haltend

Bei einer Hochzeitsplanung ist es am wichtigsten, das Budget genau zu vereinbaren, denn alles andere hängt davon ab. Die Größe der Hochzeitsfeier, die Länge der Gästeliste, das Brautkleid, eventuelle Geschenke usw.

Die Kosten für eine standesamtliche Trauung können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sein. Am besten ist es natürlich, Kontakt mit dem jeweiligen Standesamt aufzunehmen.

Wir werden die Kosten mit euch nur grob durchgehen, sodass ihr ungefähr eine Vorstellung davon habt, was für Kosten euch erwarten.

• die Anmeldung kostet ca. 30 €

• die Heiratsurkunde ist ca. 7 €

• die beglaubigte Abschrift aus dem Familienbuch ca. 8 €

• eine Doppelnamenserklärung ca. 17 €

Behaltet aber auch im Auge, falls ihr ein besonderes Datum, einen besonderen Tag, Hochzeitstermin oder Ort auswählt, das kostet noch einmal extra. Beispielsweise, eine standesamtliche Trauung am Wochenende kostet doppelt so viel wie an einem Arbeitstag.

Kleiner Hinweis: Auch bei anderer Staatsbürgerschaft können zusätzliche Kosten entstehen:

• Ehefähigkeitszeugnis des Heimatlandes ca. 50-200 €

• Beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister mit anerkannter Übersetzung ca. 40-50 €

• Anmeldung zur Eheschließung für Ausländer ca. 40-50 €

5. Müssen wir gemeinsam dort hingehen?

schönes junges Paar, das Hände hält und einander mit Lächeln betrachtet, während es durch die Stadtstraße geht

Wir sagen es mal so, es ist auf jeden Fall romantischer, dass beide Verlobten zum Standesamt hingehen und alles gemeinsam erledigen und vereinbaren.

Natürlich ist es manchmal der Fall, dass ein Partner nicht so viel Zeit hat und deswegen muss immer der eine den Papierkram übernehmen.

Es gibt aber auch manche Ausnahmen, wo beide Partner dabei sein müssen. Also wenn ein Partner:

• eine andere Staatsangehörigkeit hat

• nicht in Deutschland, bzw. im Bundesgebiet geboren ist

• Vorehen hatte

• im Ausland schon eine Scheidung durchgeführt hat

• adoptiert ist

Falls ihr beide wirklich Zeit habt, dann ist es am besten, zusammen hinzugehen und alles gemeinsam zu erledigen.

6. Benötigen wir Trauzeugen?

Freunde haben eine tolle Zeit im Cafe

Das hängt ganz von euren Wünschen ab! Früher waren Trauzeugen Pflicht bei einer standesamtlichen Trauung. Seit 1998 ist dies nicht mehr der Fall. Seitdem sind sie nicht mehr vonnöten.

Wenn ihr dennoch Trauzeugen haben möchtet, werden sie traditionell bei der Anmeldung der Trauung rechtzeitig notiert. Ihre Hauptaufgabe ist es, dabei zu sein und nach der Trauung die Eheschließung zu unterschreiben.

Heutzutage übernehmen die Trauzeugen je nach Möglichkeit auch organisatorische Aufgaben. Wichtig ist von Anfang an mit ihnen zu besprechen, welche Aufgaben sie übernehmen können.

Also, mit Trauzeugen oder ohne, liegt in eurer Hand. Denkt nach, wer eine solch große Rolle in eurem Leben verdient hat.

Fazit

Bräutigam und Braut umarmen sich mit nah beieinander liegenden Händen

Was braucht man zum Heiraten? Wir wissen ja schon, dass eine Hochzeitsplanung manchmal zum Vollzeitjob werden kann. Deswegen ist es manchmal sehr schwer, alles im Blick zu behalten.

Genau aus diesem Grund haben wir für euch diese Liste mit den wichtigsten Punkten für eure standesamtliche Hochzeit vorbereitet.

Sobald ihr den Hochzeitstermin vereinbart habt, fangt gleich an, alles andere vorzubereiten. Wenn euch aber manche Sachen nicht klar sind, könnt ihr euch jederzeit bei den Standesbeamten melden und sie werden euch sicherlich weiterhelfen.

Wählt das Datum bei eurem zuständigen Standesamt aus, bereitet die Papyrologie vor und so seid ihr bereit für den ersten Schritt in eurem gemeinsamen Leben als Brautpaar.

Sharing is caring!

Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Bitte beachten Sie unsere vollständige Offenlegung für weitere Informationen.

Die 19 besten Ideen und Tipps für deine Hochzeitsparty
← Previous
Russische Hochzeit: Alles, was du als Hochzeitsgast wissen solltest
Next →
shares