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Alles Wissenswerte, Tipps und Ideen rund um die freie Trauung

Alles Wissenswerte, Tipps und Ideen rund um die freie Trauung

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Immer mehr Brautpaare entscheiden sich dafür, ihre Hochzeit in Form einer freien Trauung zu feiern. Doch was macht den Reiz aus bei dieser alternativen Hochzeitszeremonie und was muss man beachten, wenn man eine freie Trauung feiern möchte?

Hier erfahrt ihr, was eigentlich das Besondere an einer freien Trauung ist. Zudem erhältst du viele Tipps und Anregungen, damit die Zeremonie, falls ihr euch für eine freie Trauung entscheidet, ganz nach euren Wünschen sein wird.

Was ist eine freie Trauung?

Zuerst einmal ist es wichtig, zu wissen, was genau eine freie Trauung überhaupt ist.

Zwar wünschen sich die meisten Brautpaare eine emotionale, individuelle und persönliche Trauung, die Realität sieht aber leider meist anders aus. Denn in der Regel ist die standesamtliche Trauung sehr sachlich und vom Staat standardisiert und auch die Worte des Standesbeamten sind ziemlich emotionslos, da dieser hauptsächlich die rechtlichen Seiten einer Eheschließung hervorheben muss. Da bleibt wenig Raum für individuelle Wünsche.

Bei einer kirchlichen Trauung hat man zwar einen schönen und feierlichen Rahmen, doch auch hier sind die individuellen Gestaltungsmöglichkeiten relativ gering. Hinzu kommt das Problem, dass Paare häufig verschiedenen Religionen angehören oder aber aus der Kirche ausgetreten sind.

Die freie Trauung hingegen bietet Brautpaaren eine freie Zeremonie, welche sie ganz nach ihren individuellen Wünschen gestalten können. So kann sie in einem sehr feierlichen Rahmen stattfinden, oder aber mitten in der Natur. Auch ob sie religiös oder weltlich sein soll, kann das Brautpaar selbst festlegen. Selbstverständlich hat es außerdem völlige Entscheidungsfreiheit über den Ablauf der Zeremonie.

Auch die Zeit, wann die freie Trauung stattfinden soll, kann vom Brautpaar frei bestimmt werden. Möchtet ihr beispielsweise um Mitternacht bei Vollmond an einem See mitten im Wald heiraten, dann ist das möglich. Oder wie wäre es mit einem Jawort an Silvester, gerade dann, wenn die ganze Stadt Raketen abschießt?

Gemeinsamkeit mit der standesamtlichen und kirchlichen Trauung ist, dass auch bei der freien Trauung das gegenseitige Anstecken der Eheringe den Höhepunkt der Trauzeremonie bildet.

Eine freie Trauung kann aber genauso als Ersatz für eine kirchliche Trauung im Anschluss an eine standesamtliche Trauung erfolgen. Denn viele Paare wollen oder können nicht kirchlich heiraten, möchten aber dennoch nicht auf die feierliche Zeremonie, welche man bei einer kirchlichen Hochzeit hat, im Standesamt aber meist vergeblich sucht, verzichten.

Durch die standesamtliche Trauung zählt das Brautpaar dann rechtlich als verheiratet, und durch die freie Trauung bekommt das Paar seine romantische Hochzeitszeremonie.

Die Vorteile der freien Trauung

Braut und Bräutigam an ihrem Hochzeitstag

Den offensichtlichen Vorteil der freien Trauung kennst du nun schon: Entscheidet ihr euch für eine freie Trauung, dann könnt ihr, anders als beim Standesamt und der Kirche, komplett selbst bestimmen, wie eure Hochzeitszeremonie ablaufen soll.

Seid ihr beispielsweise sehr emotional und romantisch veranlagt, dann kann eure Hochzeitszeremonie genau das widerspiegeln. Möchtet ihr allerdings lieber eine sehr humorvolle und lebensfrohe Hochzeit, dann ist auch dies bei einer freien Trauung leicht zu verwirklichen. Genauso könnt ihr die Trauung rockig, rustikal-ländlich oder kitschig gestalten – eurer Kreativität sind hier wahrlich keine Grenzen gesetzt.

Doch die freie Trauung hat noch weitere Vorteile. Seid ihr aus der Kirche ausgetreten oder gehört ihr verschiedenen Religionen an, ist dies, anders als bei einer kirchlichen Trauung, überhaupt kein Problem. Die freie Trauung ist also für jede Person möglich, ganz egal welche Religionszugehörigkeit, ethnische Herkunft oder Weltanschauung die Partner haben.

So haben auch gleichgeschlechtliche Paare bei einer freien Trauung die Möglichkeit, ihre Liebe und Verbindung zu besiegeln. Grundsätzlich ist die Ausrichtung sowie sexuelle Zugehörigkeit des Paares unbedeutend für die freie Trauung. Es ist also ganz egal ob hetero, homosexuell, lesbisch, divers, bisexuell, transsexuell, intersexuell, Transgender oder Transfrau – jeder darf getraut werden.

Außerdem spielt bei der freien Trauung das Alter absolut keine Rolle. So kann sich ein 90-jähriges Pärchen genauso wie ein Teenagerpaar, also Minderjährige, das Jawort geben. Die freie Trauung wird auch oft dazu genutzt, das Ehegelübde beispielsweise zur silbernen oder goldenen Hochzeit zu erneuern.

Weiterer großer Vorteil der freien Trauung ist, dass ihr hier an keinen Ort gebunden seid. Mit einer freien Trauung verbinden viele eine Hochzeit am Strand, doch auch in der Heimat habt ihr wunderschöne Möglichkeiten, euch das Jawort zu geben – ganz egal ob am Ufer eines Sees, im eigenen Garten, an einem Bauernhof oder im romantischen Schloss, (fast) alles ist möglich.

Zudem besteht bei einer freien Trauung die Möglichkeit, diese direkt bei eurer Hochzeitslocation, bei der im Anschluss die Hochzeitsfeier stattfinden soll, abzuhalten. Dadurch erspart ihr euch und euren Hochzeitsgästen die lästige Anfahrt von der Traulocation zur Hochzeitslocation.

Außerdem müsst ihr für eine freie Trauung keine bürokratischen und administrativen Hürden überwinden. Auch diesbezügliche Gesetze vom Staat oder Regeln der Kirche können euch egal sein. So benötigt ihr weder einen Antrag für das Standesamt, noch Dokumente wie Geburtsurkunde und Personalausweis. Auch eure Staatsbürgerschaft braucht ihr nicht nachweisen.

Ihr seht also: Die freie Trauung hat ihren Namen nicht umsonst. Denn ihr seid bei all euren Entscheidungen FREI und könnt euren großen Tag ganz so gestalten, wie ihr das möchtet.

Ist die freie Trauung rechtskräftig?

lächelndes Hochzeitspaar

Da die freie Trauung lediglich eine Zeremonie ist, hat sie keinerlei rechtliche Bindung. Aus diesem Grund braucht ihr auch keine Dokumente, wie beispielsweise Geburtsurkunden, um euch frei trauen zu lassen.

Jedoch geltet ihr danach auch nicht vor dem Gesetz als Ehepaar – dies ist nur mit einer standesamtlichen Trauung möglich. Weiterer Nachteil ist, dass es nicht möglich ist, für die freie Trauung beim Arbeitgeber Sonderurlaub zu nehmen – dies ist nur bei standesamtlichen und kirchlichen Eheschließungen möglich.

Eine rein freie Trauung hat also nur symbolischen Charakter, da ihr rechtlich nicht als verheiratet geltet. Möchtet ihr, dass eure Ehe auch rechtskräftig ist, solltet ihr wie bei der kirchlichen Trauung vor eurer freien Trauung das Standesamt aufsuchen.

Denn bei der standesamtlichen Trauung gibt man sich das Jawort vor dem Staat, mit der Verpflichtung, sich an Eherechte und -pflichten zu halten. Bei der kirchlichen Trauung wird die Ehe vor der Kirchengemeinschaft und vor Gott geschlossen, zudem erhält man das kirchliche Sakrament der Ehe.

Doch das, um was es bei einer Trauung überwiegend gehen sollte, erhaltet ihr auch bei einer freien Trauung: Das sehr persönliche Versprechen, welches sich zwei sich liebende Personen geben, die ihr restliches Leben miteinander verbringen möchten. Emotional und sozial hat die freie Trauung also den gleichen Wert wie eine kirchliche oder standesamtliche Hochzeit.

Mit einem kleinen Trick könnt ihr sogar dafür sorgen, dass auch bei der freien Trauung eure Eheschließung rechtlich anerkannt wird. So kann ein Teil der freien Trauzeremonie die Eheschließung durch einen Standesbeamten sein. Dazu muss also nicht nur der freie Trauredner oder Theologe anwesend sein, sondern zudem ein Standesbeamter.

Dieser übernimmt bei eurer freien Trauung den rechtlichen Teil, wodurch ihr im Anschluss ganz offiziell ein verheiratetes Ehepaar seid. Dabei könnt ihr die standesamtliche Trauung so kurz halten, dass sie alles, was rechtlich vorgeschrieben ist, beinhaltet, aber nicht künstlich in die Länge gezogen wird. Geschickt in den Ablauf der Zeremonie eingebunden, stört es absolut nicht, während der freien Trauung standesamtlich zu heiraten.

Trauredner und freie Theologen

Mann mit einem Mikrofon spricht

Damit eure freie Trauung auch wirklich ein voller Erfolg wird, ist es wichtig, dass ihr einen Profi für eure Trauzeremonie engagiert. Dafür gibt es Trauredner und freie Theologen, welche beide auf freie Trauungen spezialisiert sind.

Ein freier Theologe ist kein Pfarrer, da er unabhängig von der Kirche arbeitet. Dennoch ist er die richtige Wahl, wenn ihr eine religiöse freie Trauung feiern möchtet. Habt ihr euch stattdessen für eine weltliche Trauung entschieden, dann solltet ihr euch auf die Suche nach einem Trauredner oder einer Traurednerin begeben.

Jeder dieser freien Theologen und Trauredner hat sein eigenes Konzept, weshalb ihr bei der Wahl eures Dienstleisters sorgfältig darauf achten solltet, ob dieses Konzept mit euren Wünschen und Vorstellungen übereinstimmt. Denn zu einer Trauzeremonie gehört mehr als eine gute Rede, so muss der gesamte Ablauf der Zeremonie inhaltlich und formal passend gestaltet werden.

Neben den richtigen Worten braucht es also auch die richtige Atmosphäre, welche unter anderem durch die Deko und die Musik geschaffen werden kann. Doch auch der Trauredner oder freie Theologe hat Einfluss darauf, beispielsweise indem er passende Symbole und Rituale oder aber auch Trauzeugen oder Kinder mit in die Zeremonie mit einbindet. Denn nur so wird die Zeremonie auch wirklich einzigartig und unvergesslich.

Darum ist es also wichtig, dass ihr frühzeitig mit eurem Dienstleister in Kontakt tretet und über eure Wünsche und Vorstellungen sprecht. Am besten ist es, wenn ihr mindestens zwei Gespräche vereinbart, denn nur so kann die Ansprache wie auch der Ablauf der Zeremonie so persönlich wie möglich gestaltet und genau geplant werden.

Wichtig ist es auch, dass die Chemie zwischen euch und dem Zeremonienmeister stimmt und eine möglichst lockere Atmosphäre herrscht, denn nur dann werdet ihr euch bei eurer Trauzeremonie auch wohlfühlen.

Auch muss euch der Hochzeitsredner oder freie Theologe kennenlernen, denn die Hochzeitsrede des Trauredners oder der Rednerin sollte genau auf euch zugeschnitten und so persönlich wie möglich gestaltet sein – Kenntnisse über eure Hoffnungen, Wünsche sowie die Bedeutung dieses Schrittes für euch beide sind also dringend vonnöten.

Dies erreicht der Redner in der Regel, indem er geschickte Fragen stellt, um möglichst viel über eure gemeinsame Geschichte sowie über witzige Ereignisse zu erfahren. Denn nur dann, wenn die Rede optimal auf das Brautpaar zugeschnitten und voller Liebe zum Details ist, werden unzählige Tränen der Rührung fließen – bei euch wie auch bei euren Gästen.

Ein Trauredner hat dann alles richtig gemacht, wenn eure Hochzeitsgäste den freien Redner im Anschluss fragen, ob er mit euch befreundet ist. Denn dann waren die Zeremonie und die Traurede so persönlich, dass man dies meinen könnte.

Da Trauredner und freie Theologen selbstständige Dienstleister sind, verlangen sie selbstverständlich auch ein Honorar für ihre Arbeit. Die Preise unterscheiden sich von Dienstleister zu Dienstleister sehr stark, ihr solltet aber mit einem Minimum von 500 Euro rechnen – mit viel Spielraum nach oben.

Beachtet auch, dass hier nicht nur das Abhalten der Hochzeitszeremonie an sich berechnet wird, sondern auch die Zeit für die Vorbesprechungen, die Anfahrtskosten sowie das Schreiben der Traurede – was häufig mal einige Tage dauern kann.

Ist euch das zu teuer oder möchtet ihr eure Hochzeitszeremonie lieber noch privater oder persönlicher haben, dann gibt es noch eine weitere Möglichkeit. So kann im Grunde jeder, der möchte, euch durch die freie Trauzeremonie führen, also auch beispielsweise euer Trauzeuge, ein enger Freund oder der Brautvater oder die Bräutigammutter.

Beachtet allerdings, dass es sehr anspruchsvoll ist, eine Traurede vorzubereiten und dann auch zu halten, weshalb die jeweilige Person unbedingt bereits Erfahrung in diesem Bereich gesammelt haben sollte. Ansonsten kann die freie Trauung schnell einen unangenehmen Beigeschmack erhalten.

Wenn ihr auf Nummer sicher gehen wollt, ist das Engagieren eines Profis immer die bessere Wahl.

Der Ablauf einer freien Trauung

Schauen Sie von hinten auf wunderschöne Braut im Sommerkleid

Anders als bei einer kirchlichen oder standesamtlichen Trauung gibt es bei der freien Trauung keinerlei Zwänge oder Regeln hinsichtlich des Ablaufs.

Dennoch haben wir euch im Folgenden eine Variante eines möglichen Ablaufs einer freien Trauung zusammengestellt. Dadurch bekommt ihr einen Eindruck, wie eine derartige Trauung aussehen könnte.

1. Der Einzug. Diesen könnt ihr ganz so gestalten, wie ihr das möchtet. Soll die Braut nicht nur vom Brautvater, sondern auch von der Brautmutter zum Altar geleitet werden, ist das möglich. Genauso kann das Brautpaar aber auch gemeinsam zum Altar schreiten, tanzen oder hüpfen, oder aber die Braut zieht zusammen mit ihrem Hund oder Pferd ein – alles ist möglich.

2. Rede zur Liebesgeschichte des Brautpaares.

3. Vermählungsritual.

4. Musikstück.

5. Allgemeine Rede über die Ehe sowie über Punkte, welche dem Brautpaar besonders am Herzen liegen.

6. Musikstück.

7. Das Eheversprechen des Brautpaares.

8. Das Jawort mit Ringtausch.

9. Gemeinsamer Auszug des Brautpaares.

Die Musik bei der freien Trauung

Braut hört sich eine Aufführung der Band an

Selbstverständlich könnt ihr auch frei darüber entscheiden, welche Musik bei eurer Trauung gespielt werden soll – oder ganz auf Musik verzichten.

Sehr beliebt sind bei einer freien Trauung die üblichen Liebeslieder, welche bei allen Hochzeiten gerne gespielt werden. Verspürt ihr allerdings eher den Wunsch, eure Trauung von den Böhsen Onkelz musikalisch untermalen zu lassen, dann spricht auch dagegen nichts.

Bereitet am besten für euer Gespräch mit dem Hochzeitsredner eine Liste mit den Musiktiteln, welche ihr gerne auf eurer Trauung hören würdet, vor. Denn der Trauredner weiß am besten, wie sie in die Zeremonie mit eingebaut werden können.

Auch die Art, wie die Musik gespielt wird, könnt ihr selbstverständlich frei wählen. So könnt ihr beispielsweise eure Gäste singen lassen, einen Chor buchen oder aber eine Band oder einen Solokünstler engagieren.

Kirchliche Elemente bei der freien Trauung

Paar hält in den Händen Hochzeitskerzen

Bist du vielleicht sehr religiös erzogen worden und eine kirchliche Hochzeit war immer dein Traum, doch nun ist es, beispielsweise weil dein Partner einer anderen Religion angehört oder aus der Kirche ausgetreten ist, nicht möglich, kirchlich zu heiraten?

Oder aber du möchtest zwar nicht kirchlich heiraten, aber deiner Meinung nach gehören bestimmte religiöse Traditionen einfach bei jeder Trauung mit dazu?

Dann kannst du beruhigt sein, denn auch bei einer freien Trauung ist es möglich, eine religiöse Trauzeremonie abzuhalten.

Dabei seid ihr sogar frei in der Entscheidung, ob bestimmte Riten und Elemente von einer Religion bei eurer Trauzeremonie enthalten sein sollen, oder ob ihr gar mehrere Religionen mit aufnehmen möchtet. So ist es euch bei einer freien Trauung möglich, von den verschiedenen Religionen die Elemente und Rituale, welche euch besonders ansprechen, zu übernehmen.

Die Möglichkeit, verschiedene Religionen zu kombinieren, ist aber insbesondere dann stark von Vorteil, wenn du und dein Partner verschiedenen Religionen angehört. Denn dann könnt ihr religiöse Elemente von beiden Religionen in eure Trauzeremonie mit aufnehmen, damit ihr beide gleichwertig euren jeweiligen Glauben ausleben könnt.

Auch beim Trauspruch könnt ihr euch entscheiden, ob ihr einen weltlichen Trauspruch nehmen möchtet, oder aber einen religiösen. Dazu könnt ihr aus biblischen Trausprüchen aus dem Neuen und Alten Testament auswählen. Ihr könnt allerdings selbstverständlich auch ganz auf den Trauspruch verzichten.

Rituale bei der freien Trauung

Paar tauschen Eheringe aus

Ein Ritual, welches bei keiner Hochzeit fehlen darf, ganz egal, ob sie kirchlich, standesamtlich oder frei ist, ist das Tauschen der Eheringe. Doch bei der freien Zeremonie entscheiden sich viele Brautpaare dazu, noch weitere Rituale mit einzubauen. Besonders beliebt sind hierbei das Sandritual, die Wunschsteine, die Feuerschale sowie das Weitergeben der Ringe unter den Gästen.

Möchtet ihr auf eurer freien Trauung ein ganz persönliches Ritual haben, dann könnt ihr auch selbst eins erfinden. Redet dazu am besten mit eurem Trauredner – dieser kann euch dabei helfen, ein Ritual zu finden, welches hervorragend zu euch passt und zudem optimal mit der Trauungszeremonie harmoniert.

Seid ihr beispielsweise leidenschaftliche Barkeeper, könnt ihr in Anlehnung an die Sandzeremonie einen Cocktail, bestehend aus Zutaten mit verschiedenen Farben, mixen. Dieser kann im Anschluss an die Hochzeitsgesellschaft ausgeschenkt werden – oder ihr beide stoßt einfach damit an.

An diesen Orten kann eine freie Trauung stattfinden

Braut und Bräutigam genießen Strandhochzeit

Grundsätzlich ist es fast überall möglich, eine freie Trauung abzuhalten.

Viele Brautpaare entscheiden sich für eine freie Trauung, weil sie in ihrem Lieblingsurlaubsland in traumhafter Kulisse am Strand heiraten möchten. Doch es gibt unzählige weitere wunderschöne Locations für die freie Trauung.

Allgemein tendieren viele Brautpaare dazu, die freie Trauung unter freiem Himmel zu feiern. Sehr beliebte Locations sind dann beispielsweise eine Wiese am Waldrand oder aber das Ufer eines Sees. Auch in schönen Parkanlagen finden häufig freie Trauungen statt.

Doch auch alte Schlösser und Burgen können für eine freie Trauung gemietet werden – hier habt ihr den Vorteil, dass meist auch die anschließende Hochzeitsfeier dort abgehalten werden kann.

Selbstverständlich ist die freie Trauung auch in einem Loft, von welchem ihr einen außergewöhnlichen Blick über die Skyline eurer Lieblingsstadt habt, oder aber auf einem Schiff, während ihr beispielsweise durch die Speicherstadt Hamburgs fahrt, möglich. Doch auch eine alte, entweihte Kirche oder aber eine Tropfsteinhöhle sind für freie Trauungen geeignet.

Mögt ihr es ganz ausgefallen, dann könnt ihr euch auch unter Wasser das Jawort geben.

Ihr seht also: Habt ihr euch für eine freie Trauung entschieden, dann sind eurer Fantasie bei der Wahl eurer Traulocation keine Grenzen gesetzt.

Die freie Trauung als Mottohochzeit

Braut und Bräutigam kuscheln

Keine Hochzeit ist so gut für eine Mottohochzeit geeignet wie die freie Trauung. Denn hier könnt ihr nicht nur die Feierlocation ganz nach dem jeweiligen Motto gestalten, sondern auch die eigentliche Trauung kann sich an dem Motto orientieren.

Dadurch wird eure freie Trauung nicht nur noch persönlicher und individueller, sondern euch wird auch die Planung erleichtert, da sich das Motto wie ein roter Faden durch die ganze Hochzeitsfeier zieht. Dies erleichtert das Aussuchen der Deko und der Accessoires, da diese leicht aufeinander abgestimmt werden können. Auch die verschiedensten Programmpunkte könnt ihr auf euer Motto abstimmen.

Wichtig ist es, dass ihr euch für ein Motto entscheidet, mit dem ihr euch beide identifizieren könnt und welches euch miteinander verbindet. Dies kann euer gemeinsames Hobby sein, euer Lieblingsreiseland, euer Lieblingsfilm oder -buch oder einfach irgendwelche Interessen, die ihr miteinander teilt.

Die Kosten einer freien Trauung

schöne Hochzeitsdekoration

Die Frage nach den Kosten einer freien Trauung lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Kosten davon abhängen, wie ihr euren besonderen Tag gestalten möchtet. Die folgenden Punkte geben euch aber einen Anhaltspunkt darüber, welche kostenpflichtigen Elemente bei einer freien Trauung üblicherweise auf das Brautpaar zukommen:

• Der Trauredner. Falls ihr euch dazu entscheidet, einen professionellen Trauredner zu engagieren, dann kommen nicht unerhebliche Kosten auf euch zu. Denn zusätzlich zu der Arbeitszeit auf eurer Trauung berechnet er auch die Zeit für das Vorgespräch, die Vorbereitung der Rede, die Anfahrtszeit und die Beschaffung benötigter Details.
Ein sehr günstiger Trauredner verlangt um die 500 Euro, ihr solltet aber eher mit Kosten ab 800 Euro rechnen – doch auch Preise von bis zu 1.500 Euro sind nicht selten.

• Weitere Hochzeitsdienstleister. Wenn ihr noch weitere Dienstleister buchen möchtet, dann fällt selbstverständlich auch dies ins Gewicht. Sehr beliebt sind zum Beispiel Musiker, welche die Trauzeremonie musikalisch untermalen.

• Die Traulocation. Möchtet ihr in einer besonderen Location heiraten, dann fallen hierfür Mietkosten an. Bei Trauungen im Freien empfiehlt es sich zudem, Zelte zu buchen, damit die Trauung auch bei schlechtem Wetter stattfinden kann.
Auch bei sehr heißen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein werdet ihr und eure Gäste euch sicherlich über einen Sonnenschutz wie Sonnenschirme oder ein Sonnensegel freuen.

• Dekoration. Um der Trauung die nötige Romantik und Festlichkeit zu verleihen, wird Deko benötigt. Macht ihr die Deko größtenteils selbst, ist sie in der Regel preisgünstiger. Da es bei freien Trauungen ja keinen Altar gibt, wird meist vorne ein festlicher Traubogen aufgestellt.

Beachtet auch, dass es wichtig ist, mit der Hochzeitsplanung rechtzeitig zu beginnen. Denn sonst müsst ihr nehmen, was übrig bleibt – und dies macht sich häufig nicht nur in der Qualität, sondern auch im Preis bemerkbar.

Fakten und Statistiken zur freien Trauung

schönes Hochzeitspaar

• In Deutschland finden die meisten freien Trauungen in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg statt. In Österreich in Niederösterreich sowie in Wien. In der Schweiz in der Basel-Landschaft, in Basel sowie in Bern.

• Sehr viele Bräute entscheiden sich für ein Hochzeitskleid, welches nicht weiß ist.

• In über 70 Prozent der freien Trauungen wartet der Ehemann vorne am Altar, während die Braut einzieht. Meist wird allerdings auf den Brauch, dass der Vater die Braut an den Bräutigam übergibt, verzichtet. Neuester Trend ist nun aber, dass das Brautpaar gemeinsam einzieht.

• Mehr als 98 Prozent der freien Trauungen werden ohne religiöse Elemente abgehalten, stattdessen wird in der Regel am Ende ein weltlicher Segen ausgesprochen.

• Meist wird bei freien Trauungen auf eine Alternative zu Fürbitten zurückgegriffen. So werden Freunde, Trauzeugen, Familienmitglieder oder Verwandte in die Zeremonie mit eingebunden, indem sie kurze Reden halten, Gedichte vortragen oder aber singen oder ein Instrument spielen.

• Das beliebteste Ritual für eine freie Trauung, nach dem Tauschen der Eheringe, dem Anzünden der Hochzeitskerze sowie dem Unterschreiben der Hochzeitsurkunde, ist die Sandzeremonie.

• Die meisten Trauungen finden zwischen Mai und September statt, wobei der beliebteste Wochentag der Samstag ist.

• Die Dauer einer freien Trauung beträgt üblicherweise zwischen 30 und 45 Minuten.

• Am liebsten veranstalten Brautpaare ihre freie Trauung im Freien.

Abschließende Worte zur freien Trauung

 

Paar geht vom HochzeitsaltarZuletzt nun noch das Wichtigste zur freien Trauung: Wenn du und dein Partner euch frei trauen lassen möchtet, dann solltet ihr dies auch machen. Es ist gut möglich, dass beispielsweise Eltern oder Großeltern mit Unverständnis auf eurer Vorhaben reagieren, da früher freie Trauungen eher unüblich waren und standesgemäß standesamtlich und kirchlich geheiratet wurde.

Ignoriert Argumente wie “das wird aber so gemacht”, “das geht nicht” und “sowas macht man einfach nicht”, und zeigt ihnen, dass es eben schon so geht ;).

Denn es ist eure Hochzeit, weshalb ihr beide genau das machen solltet, womit ihr euch am wohlsten fühlt. Dabei ist unwichtig, wie andere Personen es gerne hätten. Begeht auf keinen Fall den Fehler, es allen recht machen zu wollen, denn dann vergesst ihr das Wichtigste: Euch selbst.

So wird es nur dann eure wahre Traumhochzeit, wenn ihr eure eigenen Träume und Vorstellungen erfüllt. Und ihr könnt euch sicher sein: Sehen die Widersprecher erstmal, wie romantisch, emotional und wunderschön eine freie Trauung sein kann, dann werden sie bestimmt ganz schnell von eurer Hochzeit überzeugt sein.

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